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Pogromgedenken 2015

Am 10. November 2015 hat die unserer Gemeinde gemeinsam mit der Stadt Neu-Isenburg sowie der Bertha-Pappenheim-Initiative zum Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 eingeladen.


In Neu-Isenburg fanden die Ereignisse einen Tag später als im sonstigen Deutschen Reich statt und zwar in der Form, dass das Haus des jüdischen Frauenbundes, das sogenannte „Jüdische Kinderheim“ in Ermangelung einer Synagoge vor Ort, angesteckt und geschändet wurde.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gedenkens versammelten sich zuerst vor am Shoa-Mahnmal vor der Kirche Am Marktplatz, wobei Pfarrer Loesch einleitende Worte sprach.

Nach den weiteren Stationen am Gedenkstein vor dem Rathaus und vor dem Haupthaus des Bertha-Pappenheim-Geländes fand im Haupthaus desselben ein literarisch musikalischer Abend unter dem Thema „Splitter von Licht und Nacht“ statt, der sehr gut besucht war. Es wurden durch Rezitation Gedichte jiddischer Lyrikerinnen und Schriftstellerinnen vorgestellt unter besonderer Beleuchtung ihrer Biographie. Die Lesungen wechselten sich ab mit musikalischen Beiträgen durch das Musikensemble „Schmackes“, das sich besonders der Tradition der Klezmer-Musik und der Musik Osteuropas verschrieben hat.

Es war ein Abend des Gedenkens, der Mahnung und der Ermutigung, dort zu widerstehen, wo es heute immer wieder nötig ist.

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